Die Verteilung von Erhaltungsaufwendungen birgt Risiken
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Die Verteilung von Erhaltungsaufwendungen birgt Risiken

Hat der die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielende Nießbraucher größere Erhaltungsaufwendungen nach § 82b EStDV auf mehrere Jahre verteilt und wird der Nießbrauch durch den Tod des Nießbrauchers innerhalb des Verteilungszeitraums beendet, kann der Eigentümer den verbliebenen Teil der Erhaltungsaufwendungen nicht als Werbungskosten im Rahmen seiner Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend machen. Ein interpersoneller Übergang des von den Nießbrauchberechtigten getragenen, aber noch nicht verbrauchten Erhaltungsaufwands i.S. von § 82b EStDV auf den Eigentümer des vermieteten Objekts scheidet aus. Für den Abzug dieser Erhaltungsaufwendungen bei den Einkünften des Eigentümers aus Vermietung und Verpachtung fehlt die hierfür erforderliche Rechtsgrundlage.

BFH, Beschl. v. 25.09.2017 - IX S 17/17, BFH/NV 2017, S. 1603

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