Berechnung der 44 €-Freigrenze bei Sachbezügen
Kanzlei Giffhorn » Steuer-News » Steuer-News Detailseite

Berechnung der 44 €-Freigrenze bei Sachbezügen

  1. Üblicher Endpreis i.S. von § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG ist der Endverbraucherpreis und damit der im allgemeinen Geschäftsver­kehr von Letztverbrauchern für identische bzw. gleichartige Waren tatsächlich gezahlte günstigste Einzelhandelspreis am Markt (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung).

 

  1. Liefert der Arbeitgeber die Ware in die Wohnung des Arbeit­nehmers, liegt eine zusätzliche Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer vor. Der Vorteil hieraus ist in die Berech­nung der Freigrenze von 44 € einzubeziehen.

 

  1. Entsprechendes gilt, wenn der günstigste Einzelhandelspreis des Sachbezugs am Markt im Versand- oder Onlinehandel gefunden wird. Ist der Versand dort als eigenständige Leistung ausge­wiesen und nicht bereits im Einzelhandelsverkaufspreis und da­mit im Endpreis i.S. von § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG enthalten, tritt der geldwerte Vorteil aus der Lieferung "nach Hause" bei der Berechnung der Freigrenze von 44 € zum Warenwert hinzu.

BFH-Urteil vom 6. Juni 2018, VI R 32/16

Zurück

Fortbildungspartner & Verbände:

© 2019 Kanzlei Giffhorn – Steuerberater
Steintorwall 10 · 38100 Braunschweig
Fon (05 31) 4 02 16