Kein Wegfall der Anerkennung eines Arbeitszimmers bei untergeordneter privater Mitbenutzung
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Kein Wegfall der Anerkennung eines Arbeitszimmers bei untergeordneter privater Mitbenutzung

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind grundsätzlich nicht abzugsfähig. Eine Ausnahme vom Abzugsverbot besteht für den Fall, dass für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Aufwendungen werden dann bis zu 1.250 Euro p. a. anerkannt.

Die Beschränkung der Höhe nach entfällt, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet. Zur Anerkennung müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Der Raum wird seiner Einrichtung nach und darüber hinaus ausschließlich oder nahezu ausschließlich zur Erzielung von Einkünften genutzt. Die typische Einrichtung eines solchen Raumes besteht aus Büromöbeln und einem Schreibtisch.

Entsprechen Räume innerhalb des privaten Wohnbereichs nicht dem Typus des häuslichen Arbeitszimmers, können sie trotzdem unbeschränkt als Betriebsausgaben/Werbungskosten abzugsfähig sein. Erforderlich ist dann, dass sich der berufliche Charakter des Raumes und dessen Nutzung anhand objektiver Kriterien feststellen lässt (z. B. Lager- oder Ausstellungsräume). Eine nicht nur untergeordnete private Mitbenutzung des Raumes führt zum Abzugsverbot für die Aufwendungen.

BFH, Urt. v. 22.03.2016, VIII R 24/12

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